Atyopsis moluccensis sowie Atya gabonensis sind in strömungsreichen Gewässern Asiens und Afrikas beheimatet. Sie sind Nahrungsspezialisten und filtrieren mit ihren feinen Fächern Plankton und pflanzliche Schwebeteilchen aus dem Wasser. Das sollte auch bei der Haltung im Aquarium berücksichtigt werden. Wichtig ist für eine ausreichende Strömung mit einer Strömungspumpe entsprechend der Aquariengröße zu sorgen. So kann genügend Futter aufgenommen werden und auch die erhöhte Sauerstoffzufuhr ist damit abgedeckt. 

Atyopsis moluccensis

Atyopsis moluccensis

In der Natur erfolgt die Vermehrung der Tiere im Süßwasser. Die entlassenen Larven werden mit der Strömung ins Brackwasser gespült um sich dort entwickeln zu können. Die fertigen Jungtiere wandern dann wieder in die Süßwasser Bäche zurück. Für beide Arten gibt es schon vereinzelte Erfolge bei der Nachzucht.

Zuchtbericht Atyopsis moluccensis

Zuchtbericht Atya gabonensis

Bei der Aquarieneinrichtung sollte man den Tieren genügend Versteckmöglichkeiten und *Sitzplätze* durch Wurzeln und Steinaufbauten in der Strömung bieten. Als Bodengrund eignet sich feiner Kies und Sand. 
Man sollte unbedingt regelmäßige Wasserwechsel machen und insgesamt auf eine gute Hygiene im Becken schauen, da besonders die Monsterfächergarnelen sehr anfällig auf bakterielle Infektionen (meist Rosafärbung der Tiere) sind. 

Atya gabonensis (bei diesem Tier ist die Farbe nicht optimal)

Atya gabonensis (bei diesem Tier ist die Farbe nicht optimal)

Atya gabonesis beim Versuch eine Futter Tablette zu stehlen.

Atya gabonensis beim Versuch eine Futter Tablette zu stehlen.

Ein abwechslungsreicher Speiseplan fördert die Gesundheit der Garnelen. Ich füttere feines
Frostfutter, fein geriebenes Laub, Spirulina, Kelp und handelsübliches Futter für Fächergarnelen.
Gelegentlich wird auch gerne der Boden nach Futter abgesucht. Sollte dieses aber auf Dauer der Fall sein, kann man davon ausgehen, dass zu wenig Strömung im Becken herrscht bzw. nicht ausreichend gefüttert wird.

Ich halte meine Atyopsis moluccensis und Atya gabonensis gemeinsam mit Stiphodon atropurpureus (blaue Neongrundel), Zwerggarnelen und div. Schnecken in einem 120 cm langem Aquarium. Das funktioniert sehr gut. Was die Wasserwerte anbelangt, sind die Tiere nicht sehr empfindlich. Ich halte sie bei Werten von pH 8 und GH 10 bei Temperaturen zwischen 23° und 26°.

Zum Abschluss möchte ich euch noch diese Gruppe auf Facebook Fächergarnelen/Filtershrimps ans Herz legen, wo man sich ausführlich über die Pflege der Fächergarnelen informieren kann und jederzeit bei Problemen geholfen wird.